Wie wird das Umfeld eines Bahnhofs zum kühlen, grünen Stadtraum? Für den Studienauftrag Stadtraum Bahnhof Grüze in Winterthur haben wir mit «Cool City Grüze» eine Antwort vorgeschlagen.
Prägend sind zwei grosszügige Baumkörper nördlich und südlich des Bahnhofs. Unter ihnen spannt sich eine weitgehend unversiegelte Stadtlandschaft auf, über die ein Netz geradliniger Wege gelegt ist. Im Zentrum steht die Hitzeminderung: Wir entsiegeln Asphaltflächen zugunsten grüner, chaussierter Oberflächen und schlagen ein robustes Baumkonzept vor, das die Plätze nördlich und südlich des Gleisfelds langfristig prägt.
Und das Konzept denkt die Fauna mit: Über Animal-Aided Design schaffen wir gezielt Strukturen und Mikroklimata, die ausgewählte Arten fördern. Flaggschiffarten wie Hauhechel-Bläuling, Eichhörnchen, Zauneidechse und Blaumeise stehen dabei stellvertretend für ganze Lebensgemeinschaften – blütenreiche Wiesen, grössere Bäume und besonnte Böschungen ziehen weitere Arten nach. So wird selbst ein infrastrukturlastiges Bahnhofsareal zum Baustein im ökologischen Netz.
Die beiden Bahnhofsvorbereiche sind unterschiedlich gedacht. Im Süden überdeckt eine langgezogene Holzstruktur Rampe, Treppe und Aufenthaltsraum am Heidi-Bucher-Platz. Im Norden verbindet eine geneigte Ebene das Stadtniveau mit der Personenunterführung. Für die kombinierte Unterführung verlegen wir die Veloquerung eigenständig unter die Stützen der denkmalgeschützten Perrondächer – das schafft Raum für eine grosszügige Veloabstellanlage.
ProjektStadtraum Bahnhof Grüze, Winterthur
Zeitraum2025–2026
AuftraggeberinStadt Winterthur, Amt für Städtebau (mit SBB)
TeamFuturafrosch, Lajo, AFRY Schweiz
Beitrag«Cool City Grüze», Studienauftrag, Würdigung (ohne Weiterbearbeitung)
VisualisierungenLandstrich