AKTUELL: Parkpflege als Prozess

Parkpflege als Prozess – das Pflegewerk für den Tierpark Lange Erlen enthält Empfehlungen und Massnahmen, um das definierte Zielbild zu erreichen und zu erhalten: eine lebendige Auenlandschaft.

Vier Vegetationstypologien bilden das Gerüst – Laubmischwald, Hartholzaue, Weichholzaue und Nutzgarten. Sie gehen fliessend ineinander über, wechseln zwischen dicht und licht, zwischen feucht und trocken. Dieser Wechsel schafft Lebensräume, strukturiert den Tierpark räumlich und macht die ökologische Vielfalt erfahrbar – oder schützt sie vor Einblicken.

Damit dieses Zielbild nicht nur auf dem Papier existiert, haben wir zusammen mit dem Biologen Martin Frei ein Parkpflegewerk erarbeitet. Dieses 80-seitige Dokument versteht sich als operative Weiterführung des Grünflächenkonzepts in die Pflegepraxis. Es übersetzt die komplexen Anforderungen in konkrete Pflegepläne und Pflegeprofile und regelt, wann, wo, wie und mit welchen Mitteln die Parkpflege erfolgen soll, um die Biodiversität zu fördern und die Vegetationstypologien und Ökostrukturen zu stärken.

Naturnahe Pflege bedeutet: Statt Herbiziden – Handarbeit; statt pauschaler Eingriffe – flächenspezifische Profile; statt statischer Vorgaben – ein rollender Plan, der sich an neue Erkenntnisse anpasst. Invasive Neophyten werden konsequent vor Samenreife entfernt. Totholz, Schnittgut und Kompost werden gezielt als Ökostruktur eingesetzt.

Das Parkpflegewerk bildet die verbindliche Grundlage bis zur nächsten Gesamtrevision 2030.

ProjektParkpflegewerk Tierpark Lange Erlen, Basel

Zeitraum2025–2026

Auftraggeber/inErlen-Verein Basel 

PartnerMartin Frei, Biologe; Stadtgärtnerei Basel

FotosStefanie Wünsch

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